Literatur zum Thema «ethische Geldanlage»
In den letzten Jahren sind etliche Bücher zur ethischen Geldanlage erschienen. Eines der ersten für die breite Öffentlichkeit gedachte
war 2002 das «Kursbuch ethische Geldanlage» von Antje Schneeweiß. Auf dieser Seite finden Sie ein kleine Auswahl einiger Bücher,
zum Teil mit einer Kurzrezension, die Ihnen eine Kaufentscheidung erleichtern soll. Die Liste wird nach und nach vervollständigt.
Tyrolia Verlag, Innsbruck |
Klaus Gabriel und Markus Schlagnitweit: Das im Oktober 2009 erschienene Buch «das gute Geld» setzt sich mit den Hintergründen und Möglichkeiten des ethischen Investments auseinander. Der inhaltliche Aufbau folgt dem ethischen Dreischritt «Sehen, Urteilen, Handeln». Beim «Sehen» geben die Autoren Klaus Gabriel und Markus Schlagnitweit einen historischen Abriss des Finanzwesens, und erörtern, wie es 2008/09 zur Finanzkrise kommen konnte. Außerdem erhält der Leser einen anspruchsvollen aber verständlichen «fundamentalethischen Chrashkurs» zum Thema Moral und Ethik, der auch kirchenhistorische Hintergründe berücksichtigt. Das «Urteilen» beschäftigt sich mit Rating-Verfahren und einer ethischen Beurteilung klassischer Anlageprodukte. Tipps für ein ethisch orientiertes Beratungsgespräch und die Abwägungen zwischen Rendite, Liquidität und Risiko beinhaltet das «Handeln». Leider geben die Autoren nur wenige ganz konkrete Hinweise, wie der kleine Sparer sein Geld unter ethischen Gesichtspunkten anlegen kann. So werden die ethischen Banken in einem einzigen Absatz abgehandelt, begleitet von einer Tabelle die zudem Fehler enthält. Das Buch wendet sich eher an institutionelle Anleger und Vermögensverwalter oder Leser, die eine eher theoretische Einführung in die ethischen Hintergründe suchen. Wer das Buch nicht mit den falschen Erwartungen kauft, dem sei es dennoch wärmstens empfohlen! |
oekom Verlag |
Mechthild Upgang: Die Besprechung folgt in Kürze. |
Campus Verlag |
Stephan Rotthaus: Das im März 2009 erschienene Buch ist ein Leitfaden für Privatanleger, die ihr Geld in grüne Geldanlage investieren möchten. Ins Thema leitet Stephan Rotthaus anhand von vier anschaulichen Beispielen aus den Bereichen Windkraft, Strom, Mikrofinanz und Heilpädagogik und eines chronologischen Abrisses ein. Die vier Kriterien ethischer Geldanlage (Liquidität, Rendite, Sicherheit und Mittelverwendung) werden ebenso erläutert wie verschiedene Formen der Geldanlage. Praktische Tipps liefert das Buch mittels mehrerer Musterportfolios und Hinweisen zu Steuerfragen. Die zweite Hälfte des Buches ist eine etwas zähe Auflistung unzähliger Investmentfonds, Zertifikaten, Aktien, Anleihen, Genussrechten, Fonds und Versicherungen, die jeweils kurz charakterisiert werden. Obwohl der Buchtitel das Schlagworte «ethisch» enthält, geht der Autor auf das Spannungsfeld Geld und Ethik leider kaum ein. Zudem werden bestimmte Banken und Institutionen im Buch besonders häufig erwähnt, hier wäre eine bessere Ausgewogenheit wünschenswert. Das Buch eignet sich eher als konkretes Nachschlagewerk zu den derzeit auf dem Markt angebotenen Finanzprodukten im ethisch-ökologischen Bereich. Es ist für Anleger gedacht, die konkret beabsichtigen, einen Teil ihres Geldes in Fonds, Zertifikate, Aktien, Anleihen und dergleichen zu investieren und dafür noch ein passendes Produkt suchen. |
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Wolfgang Kessler und Antje Schneeweiß (Hrsg.): Publik-Forum |
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Antje Schneeweiß: Fischer |






