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Ethische Geldanlage: Nachrichten und Meldungen

In lockeren Abständen wird an dieser Stelle über Nachrichten aus dem Bereich der ethischen Geldanlage und der ethischen Banken berichtet und über Veranstaltungen und Vorträge zum Thema informiert. Den Auftakt machen jedoch ausgewählte Pressemeldungen der Banken.

 

Ausgewählte Meldungen der Banken

16. März 2016, EthikBank:

«Die EthikBank streikt!»

Am 16. März 2016 wird bei der EthikBank niemand erreichbar sein – weder persönlich noch per Telefon oder Mail. Die Bank will mit dieser Aktion eine breite Öffentlichkeit für die überbordende Kontrollbürokratie durch die Europäische Union und deren dramatische Folgen für Banken und Bankkunden sensibilisieren. Das besondere an diesem Streik: Nicht etwa Mitarbeiter oder Gewerkschaft rufen zum Ausstand auf, sondern der Vorstand selbst. Er möchte damit auf die existenzielle Bedrohung für die mittelständischen Banken, wie Volksbanken und Sparkassen, durch die Regulierungswut der Europäischen Union aufmerksam machen. link weiterlesen

12. Januar 2016, UmweltBank:

«Erste bedingte Pflichtwandelanleihe der UmweltBank»

Die UmweltBank begibt eine bedingte Pflichtwandelanleihe (englisch: Contingent Convertible Bond – kurz: CoCo-Bond). Das Emissionsvolumen von bis zu 20 Millionen Euro soll zur weiteren Stärkung des haftenden Eigenkapitals und damit als Grundlage für das zukünftige Wachstum dienen. Die Verzinsung des Wertpapiers beträgt 2,85 % p.a. und ist zunächst vom 1. Februar 2016 bis zum 31. Mai 2021 festgeschrieben. Die Zinszahlung ist gewinnabhängig und steht entsprechend der gesetzlichen Vorgaben im freien Ermessen der Emittentin. Nach Ablauf der ersten Zinsbindung erfolgt die Festlegung eines marktgerechten Anschlusszinssatzes jeweils im fünfjährigen Turnus. link weiterlesen

4. Dezember 2015, EthikBank:

«Wem gehört die Ethikbank?»

Die Ethikbank veröffentlicht als erste Bank ihre Eigentümerstruktur. Klaus Euler, Vorstandsvorsitzender der Bank, legt großen Wert darauf, dass die EthikBank unabhängig ist und bleibt. «Zu einer nachhaltigen Bank, gehört eine demokratische Eigentümerstruktur.», so Euler. Die Ethikbank gehört als Genossenschaftsbank seit je her ihren ca. 3.900 Mitgliedern. Es handelt sich hierbei ausschließlich um Privatpersonen. Firmen, Einzel- oder Großaktionäre können sich nicht in die Bank einkaufen. link weiterlesen

29. September 2015, EthikBank:

«Gentechnik – offener Brief an die Bundestagsabgeordneten»

Mit einem offenen Brief an die Bundestagsabgeordneten fordert die Ethikbank eine politische Entscheidung auf Bundesebene gegen Gentechnik, flächendeckend und ohne Kompromisse. link weiterlesen

25. August 2015, GLS Bank:

«Bilanz der GLS Bank überschreitet 4 Milliarden Euro»

Die Bilanzsumme der GLS Bank erreicht 4 Milliarden Euro. Die Zahl der Mitglieder steigt auf mehr als 40.000. In dieser Woche beträgt das Bilanzvolumen 4 Milliarden Euro. Zu Ende Juli hatte es um 9,1 Prozent zugelegt. 2014 lag der Anstieg im selben Zeitraum bei 6,2 Prozent. Die GLS Bank gehört nun zu den größten Genossenschaftsbanken Deutschlands und belegt Platz 26 von insgesamt 1045 Genossenschaftsbanken. link weiterlesen

17. Juni 2015, GLS Bank:

«Hamburgs erstes innerstädtisches Windrad»

Die Ziele der GLS Bank sind in der neuen Hamburger Filiale direkt spürbar. So hat sie gut sichtbar eine Windkraftanlage auf ihr Dach gestellt. Am 17. Juni 2015 weiht die erste sozial-ökologische Bank der Welt die Räumlichkeiten in der Düsternstr. 10 offiziell ein. Mit dem Windrad möchte die GLS Bank ein deutlich sichtbares Zeichen zu Erneuerbaren Energien in Hamburg setzten. link weiterlesen

10. Juni 2015, Oikocredit:

«40 Jahre Oikocredit»

Biologischer Landbau, der die ägyptische Wüste urbar macht. Solarlampen, die preiswert Licht in entlegene indische Dörfer bringen. Eine Mikrofinanzinstitution, die Frauen in Bolivien neben Kleinkrediten auch Bildung und Beratung bietet. Das sind nur drei der 1.670 Organisationen, welche die internationale Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit seit 1975 unterstützt hat. Oikocredit feiert am 11. Juni ihr 40-jähriges Jubiläum in der St. Elisabeth-Kirche in Berlin-Mitte. link weiterlesen

17. September 2013, EthikBank:

«EthikBank fördert zwei neue Projekte»

Neues Ethikprojekt hilft Kindern in Nepal: hamromaya Nepal e. V. ist neuer Partner der EthikBank. Der Verein wurde im Oktober 2012 in Frankfurt/M. von Studenten gegründet und fördert benachteiligte Kinder in Nepal. In Zusammenarbeit mit einheimischen Organisationen richten die Vereinsmitglieder ihren Fokus auf Bildung, Ernährung und eine medizinische Grundversorgung.
Neues Umweltprojekt beugt schmutzigen Geschäften vor: Urgewald e. V. ist der neue Umweltpartner der EthikBank. Nachdem die Bank den Schutz der Baikalrobbe mehr als 10 Jahre gefördert hat, tritt urgewald nun an die Stelle des bisherigen Partners, dem Global Nature Fund. Zentrales Anliegen des NGOs ist es, den Geldhahn in Deutschland für schmutzige Geschäfte zuzudrehen, die die Umwelt und Menschenrechte im Ausland missachten. So war es urgewald, der die Finanzierung von Streubomben durch deutsche Banken vor einigen Jahren ins Gespräch brachte.
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13. August 2013, UmweltBank:

«Kreditgeschäft wächst auf über 2 Mrd. Euro»

Die UmweltBank setzt ihren Wachstumskurs fort: zum 30.06.2013 stieg das Geschäftsvolumen auf 2,72 Mrd. Euro, ein Plus von 5,8% im Vergleich zum 31.12.2012. Dabei wuchs die Bilanzsumme um 96,3 Mio. Euro auf 2,43 Mrd. Euro, das Volumen der Umweltkredite erhöhte sich in den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 um 6,5% von 1,92 Mrd. Euro auf 2,04 Mrd. Euro. Die in Anspruch genommenen Kredite stiegen von 1,70 Mrd. Euro auf 1,78 Mrd. Euro (plus 4,5%). Die offenen Kreditzusagen legten um 21,3% oder 46,6 Mio. Euro auf 264,9 Mio. Euro zu. Gefragt im Kreditgeschäft waren vor allem Finanzierungen von Windkraftprojekten sowie gewerblichen ökologischen Bauprojekten, zu denen Baugemeinschaften und genossenschaftliche Wohnprojekte gehören. link weiterlesen

14. Dezember 2012, EthikBank:

«10 Jahre EthikBank – neuer Fokus Kreditgeschäft»

Vor 10 Jahren trat die EthikBank in den Markt, um Kundeneinlagen nach sozial-ökologischen Kriterien zu verwalten. In den nächsten Jahren will sie das Kreditgeschäft deutlich ausbauen. Am 15.12.2012 hat die EthikBank 10-jähriges Jubiläum. Dieses Datum markiert den offiziellen Markteintritt. Auf den Tag genau ging damals der erste Internetauftritt online. Heute verwaltet die Bank 18.350 Konten und ein Kundenvolumen von 145 Millionen Euro. Gegründet wurde die EthikBank als Anbieter für Geldanlagen und Girokonten. Im fünften Jahr ihres Bestehens erweiterte sie ihr Geschäftsmodell um das Kreditgeschäft, welches die Bank in den nächsten Jahren deutlich ausbauen will: «Alle strategischen Weichen konzentrieren sich auf die Vergabe von Kundenkrediten», erklärt der Vorstandsvorsitzende Klaus Euler. link weiterlesen

7. November 2012, Oikocredit:

«Oikocredit Stiftung Deutschland gegründet»

Die Förderkreise der Entwicklungsgenossenschaft Oikocredit haben gemeinsam eine neue Stiftung gegründet. Die Oikocredit Stiftung Deutschland fördert Entwicklung weltweit und verwirklicht ihren Stiftungsweck auf doppelte Weise: Nicht nur ihre Erträge, sondern auch ihr Stiftungskapital werden zur Entwicklungsförderung eingesetzt. Damit ist sie Vorreiterin im sogenannten «Mission Investing», einem neuen Ansatz des zweckbezogenen und wirkungsorientierten Anlageverhaltens von Stiftungen. Die Oikocredit Stiftung Deutschland spricht Menschen an, die für soziale und entwicklungsfördernde Zwecke stiften möchten.
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25. September 2012, EthikBank:

«EthikBank nominiert für Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2012»

Die Jury des Deutschen Nachhaltigkeitspreises hat die EthikBank in der Kategorie «Deutschlands recyclingpapierfreundlichste Unternehmen» für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2012 nominiert. Dazu heißt es in der Begründung: «Der umfassende Einsatz von Recyclingpapier auch in der Außenkommunikation unterstreicht gegenüber Kunden und Öffentlichkeit in besonderem Maße die Glaubwürdigkeit der nachhaltig agierenden Bank. Im Sinne ihrer Unternehmensphilosophie benutzt die EthikBank bewusst Recyclingpapier mit dem Blauen Engel sowohl bei Büropapieren als auch im Bereich der Unternehmenspublikationen.» link weiterlesen

14. August 2012, Oikocredit:

«Oikocredit: neuer Geschäftsführer für Deutschland»

Führungswechsel bei Oikocredit Deutschland: Am 15. August übernimmt Matthias Lehnert die Geschäftsführung von Dr. Florian Grohs, der zu Oikocredit International wechselt. Der 34 Jahre alte Politikwissenschaftler und Volkswirt war bisher Geschäftsführer der regionalen Oikocredit-Vertretung für Hessen und die Pfalz.
«Oikocredit ist seit über 35 Jahren ein Pionier des sozial verantwortlichen Investments. Die Anleger finanzieren mit ihren Investitionen die wirtschaftliche und soziale Entwicklung in fast 70 Ländern. Wir wollen das noch bekannter machen und Menschen für unsere Arbeit gewinnen», erläutert der neue Geschäftsführer in Mainz. link weiterlesen

10. August 2012, UmweltBank:

«UmweltBank finanziert mehr Windkraft und weniger Biogas»

Die UmweltBank ist weiter erfolgreich und das grüne Geschäftsmodell beliebt. Zum 30.06.2012 kletterte die Bilanzsumme um 172,6 Mio. Euro auf 2,17 Mrd. Euro, ein Plus von 8,7 Prozent in sechs Monaten. Das Volumen aller Umweltkredite einschließlich offener Zusagen legte im ersten Halbjahr auf 1,84 Mrd. Euro um 107 Mio. Euro netto (nach Abzug von Tilgungen) zu. Brutto wurden von der UmweltBank im ersten Halbjahr 202 Mio. Euro neue Umweltkredite zugesagt. Die Volumenverteilung des Neugeschäfts im ersten Halbjahr gliedert sich wie folgt: Solarfinanzierungen 44 Prozent, ökologisches Bauen 29 Prozent, Wind- und Wasserkraft 22 Prozent sowie Biogas und Biomasse 5 Prozent. link weiterlesen

28. Juni 2012, KfW, Oikocredit und GLS Bank:

«KfW sichert Oikocredit-Sparkonto mit Bürgschaft ab»

Die KfW sichert Oikocredit-Sparkonto der GLS Bank für Mikrofinanzierungen in Entwicklungsländern mit Bürgschaft von 10 Mio. EUR ab. Seit Juli 2011 bietet die GLS Bank Privatanlegern in Deutschland ein besonderes Sparkonto an, aus dessen Einlagen Darlehen an die internationale Kreditgenossenschaft Oikocredit vergeben werden. Damit haben sozial orientierte Sparer die Möglichkeit, in Mikrofinanzierung zu investieren. Oikocredit vergibt aus den Einlagen nach sozial-ökologischen Grundsätzen Kredite an Unternehmen, Genossenschaften und Mikrofinanzinstitute in Entwicklungsländern. Ziel ist es, Beschäftigung und Einkommen sowie die Entwicklung in diesen Ländern zu fördern. Das Sparkonto hat einen variablen Sparzins, der sich am deutschen Zinsniveau orientiert, und ist über das deutsche Einlagensicherungssystem geschützt. link weiterlesen

15. Mai 2012, UmweltBank:

«UmweltBank spart mehr als 2 Millionen Tonnen CO2 ein»

Im Rahmen ihrer jährlichen Umweltbilanz ermittelt die UmweltBank die CO2-Ersparnis aus allen finanzierten Kreditprojekten, wobei die regenerativ erzeugten oder eingesparten Kilowattstunden der einzelnen Projekte in CO2-Ersparnis umgerechnet werden. So kamen 2011 insgesamt über 2 Mio. Tonnen CO2-Ersparnis zusammen. Dies entspricht etwa der CO2-Belastung durch den jährlichen Stromverbrauch aller privaten Haushalte Hamburgs oder bezogen auf die Aktionäre einer ökologischen Dividende von 369 kg CO2-Einsparung pro Aktie. link weiterlesen

03. Mai 2012, EthikBank:

«EthikBank ist Hausbank für 42% ihrer Kunden»

42 Prozent aller Kunden bezeichnen ihre EthikBank als Hausbank. Zu diesem Ergebnis kommt die oben genannte Studie, die gestern veröffentlicht worden ist. Diese basiert auf der Befragung von 3.200 Kunden sozialökologischer Banken (davon 600 Kunden der EthikBank) sowie gut 1.000 repräsentativ ausgewählten Verbrauchern. link weiterlesen

 

Veranstaltungen und Vorträge

8. Juni 2010, 20:15, KHG Karlsruhe:

«Gott und der Mammon»

Ein Themenabend zum Umgang mit Geld im Christentum und Islam

An diesem interreligiösen Themenabend wurde u.a. den Fragen «Zu welchem Umgang mit Geld raten die heiligen Schriften in Christentum und Islam?» und «Welche Formen einer ethischen Geldanlage haben sich auf der religiösen Grundlage in beiden Kulturen heraus entwickelt?» nachgegangen. Referenten waren Mesut Palanci, Vorsitzender des Dachverbands muslimischer Vereine in Karlsruhe, und Tillmann Lübker, Autor von ethische-geld-anlage.de. Siehe auch Ankündigung im link Kalender der KHG Karlsruhe.

22. April 2010, 20:00, evangelisches Gemeindehaus Eisenberg:

«Gibt es ethisch verantwortbare Geldanlagen?»

Ein Vortrag in der Reihe «Tacheles» des Sozialpolitisch Ökumenischen Arbeitskreises (SÖA) Eisenberg, Pfalz

Im Rahmen der Vortragsreihe «Tacheles» des Sozialpolitisch Ökumenischen Arbeitskreises (SÖA) Eisenberg fand am 22. April ein Vortrag zur ethischen Geldanlage unter dem Title «Gibt es ethisch verantwortbare Geldanlagen?» statt. Referent war Tillmann Lübker, Autor von ethische-geld-anlage.de. Einen Artikel dazu können Sie im link Gemeindeblatt «Blick» nachlesen.

 

Nachrichten

März 2010:

Antrag der Grünen im Bundestag

Finanzmärkte ökologisch, ethisch und sozial neu ausrichten

In einem Antrag vom 24. Februar 2010 (Drucksache 17/795) fordern die Grünen die Bundesregierung auf, vor dem Hintergrund der Wirtschafts- und Finanzkrise die Finanzmärkte neu auszurichten, um dabei ökologische und sozial Aspekte stärker zu berücksichtigen.

Zum einen sollten öffentliche Banken wie etwa Sparkassen und Landesbanken demnach ihre Produkte, Beratungspraxis sowie die gesamte Geschäftspolitik konsequent an ökologischen, ethischen und sozialen Kriterien ausrichten. Zum anderen sollten die Vertriebsvorschriften für alle Finanzdienstleistungsprodukte dahingehend geändert werden, dass der Kunde im Beratungsgespräch gefragt werden soll, welche Rolle sozial-ökologische Aspekte bei der Auswahl von Finanzprodukten spielen soll. Ferner solle die Regierung bei der Entwicklung eines verbindlichen Verbraucherlabels für Finanzprodukte mitwirken, das diese nach ökologischen, sozialen und ethischen Kriterien bewertet.

Der gesamte Text des Antrages sowie die Begründung hierfür kann in der link elektronischen Vorabversion (PDF) eingesehen werden.

Siehe auch das link Protokoll der Bundestagsdebatte (PDF) vom 25. März 2010 (Seite 121 bis 130); der Antrag wurde an die vorgeschlagenen Ausschüsse überwiesen.

Februar 2010:

Studie der Deutschen Bischofskonferenz

Die Sachverständigengruppe «Weltwirtschaft und Sozialethik» stellt die Studie «Mit Geldanlagen die Welt verändern?» vor

Die Sachverständigengruppe zu Weltwirtschaft und Sozialethik stellt der Deutschen Bischofskonferenz die 67 Seiten umfassenden Studie zu nachhaltigem Investment unter dem Titel «Mit Geldanlagen die Welt verändern?» vor. Damit soll eine Orientierungshilfe zum ethikbezogenen Investment gegeben werden.

Die Studie untersucht verschiedene Anlageformen mit ethischer Ausrichtung, zeigt Chancen und Risiken auf und stellt Kriterien für die Einschätzung von Finanzinstituten und -produkten auf. Sie richtet sich sowohl an private als auch kirchlich-institutionelle Anleger. Kritische Worte findet Mitherausgeber Prof. Dr. Bernhard Emunds vom Nell-Breuning-Institut in Bezug auf Unternehmen, die «mit Hilfe eines ethisch klingenden Labels ein neues Kundensegment» zu erschließen versuchen.

Lesen Sie auch die vollständige link Pressemeldung der Deutschen Bischofskonferenz, den Originaltext der link Studie.

 

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